L-Movement

Die Choreographie setzt sich mit der sozialen, gesellschaftlichen und politischen Funktion des Lachens auseinander. Was ist Lachen? Wie funktioniert Lachen physikalisch? Welche Energie überträgt sich beim Lachen? Wie verbindet uns Lachen und was verbindet uns genau? Kann Lachen uns trennen?

Der Körper ist Ausgangspunkt der Choreographie, er kann Sender oder Empfänger sein. Das Stück sucht nach einer neuen Tanzsprache, die vom Rumpf geführt wird, eine Auseinandersetzung mit dem physischen Ursprung von ‚Lachen‘, lenkt den Blick weg von den Extremitäten hin zum Zentrum des Körpers. ‚L-Movement“ erzählt auf formaler und ästhetischer Ebene im Fluss der Bewegung vom Verhältnis des Körpers zum Lachen und umgekehrt.

Menschen lachen, bevor sie sprechen lernen. Babys können schon Tage nach der Geburt ihre Freude ausdrücken, während sie etwa zwei Jahre brauchen, um sprechen zu lernen. Lachen sitzt demnach am Ursprung menschlicher Existenz. Der emotionale Grund zeigt sich pur und offen, versteckt sich mit dem Heranwachsen aber zunehmend und ist geprägt durch die jeweilige Gesellschaft in welcher der Mensch sozialisiert wird. Ziel des Stücks ist es auch, die Erkenntnis zu übertragen, dass man Lachen nicht kontrollieren darf. Denn die Energie, die hier zum Ausdruck kommt, kann im positiven Sinn, Systeme sprengen.

Tanz: Carlos Dou Becho, Martina Gunkel, Saskia Hamala
Tanz (im öffentlichen Raum): Lilly Bendl, Carlos Dou Becho, Yahi Nestor Gahé, Martina Gunkel, Saskia Hamala
Konzeption/ künstlerische Leitung / Choreographie: Yahi Nestor Gahé
Regie, Bühne, Kostüm: Dorothea Lanz
Komposition/Musik: Matthias Schneider-Hollek
Musik (im öffentlichen Raum): Bakary Koné, Matthias Schneider-Hollek
Produktionsleitung: Birgit Gebhard – The Real Office
Fotografie: Peter Pöschl | Video: Valentin Hennig | Design: Demian Bern

Die Theaterproduktion wird gefördert durch die Stadt Stuttgart und mit freundlicher Unterstützung der LBBW Stiftung, der Klett Stiftung und der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG sowie in Kooperation mit der tri-bühne Stuttgart realisiert.
Die Performance im öffentlichen Raum wird unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz. In Kooperation mit Kulturkabinett Stuttgart, der Tanz und Theaterwerkstatt Ludwigsburg, dem Theaterhaus Mitte Berlin und der Kuyum Tanzplattform Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamt Bad Cannstatt, der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG und dem Produktionszentrum Tanz + Performance Stuttgart.

Fotografie: Peter Pöschl